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Extreme Networks Weihnachtsbotschaft

Andreas Livert Veröffentlicht 28. Januar 2022

Weihnachten – Zeit zurückzublicken und DANKE zu sagen

Heute, wenige Tage vor Weihnachten, soll es einmal nicht (nur) um Technologien, Cloud und die Digitalisierung der Welt gehen. Unser Arbeitsalltag ist geprägt davon, wobei uns in Gedanken auch viele weitere, wichtige Themen beschäftigen. 

Gerade das Jahresende ist eine Zeit, in der wir auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Was hat uns angetrieben und motiviert? Welche Herausforderungen haben wir gemeistert? Und welche Ereignisse – sei es beruflicher, privater oder gesellschaftlicher Natur – haben uns bewegt? An manches denken wir mit Freuden, an anderes mit Wehmut und Trauer zurück.

Während in diesen Tagen die gesundheitspolitische Lage rund um die Pandemie die Nachrichten und Berichterstattung dominiert, vergessen wir – die nicht unmittelbar betroffen waren und sind – viele andere wichtige Themen und Baustellen sowohl in der Welt als auch in Deutschland. Baustellen im wahrsten Sinne des Wortes. Eine dieser Großbaustellen befindet sich seit Mitte des Jahres in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt seit der Nacht vom 14. auf den 15. Juli. Starkregen mit 150 bis 200 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden führten dazu, dass kleine Bäche zu reißenden Flüssen, Infrastruktur zerstört, Orte von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Kurzum: es kam zu einem Jahrtausendhochwasser, das vielen Menschen ihr Zuhause und ihre Sicherheit gekostet hat. Die Bilder sind uns allen nach wie vor präsent.

 

Zusammenhalt und Engagement – wichtige Tugenden in schweren Zeiten

„Was kann ICH denn schon bewegen?“ Ich bin mir sicher: Diesen Gedanken hatten wir alle schon einmal in den verschiedensten Situationen des Lebens. Doch auch wenn viele Einzelne nur wenig tun (können), ist am Ende doch viel getan. Stellvertretend für viele möchten wir in diesem Jahr das Engagement eines Extreme-Kollegen würdigen, der seit Monaten unermüdlich im Einsatz ist, um den Menschen im Ahrtal und an anderen betroffenen Orten zu helfen. Andreas Richter wohnt ungefähr 40 km von Ahrweiler entfernt. Ihm liegt das Wohl der Menschen, die so viel verloren haben, sehr am Herzen. Zu seinen Hilfsangeboten zählen Hol- und Bringdienste, Reparatur in Mitleidenschaft gezogener elektronischer Geräte aller Art oder ganz aktuell  mehrere Christbaumspenden für Schulen und betroffene Familien.

Seine berufliche Erfahrung und seine Arbeit hier bei Extreme Networks waren eine sehr gute ausschlaggebende Basis. Eingangs habe ich geschrieben, es soll nicht (nur) um Technologien, Cloud und die Digitalisierung gehen. Nun ja, jetzt aber doch. Denn an was hat es vor allem anfangs gemangelt? Genau: an Strom, Möglichkeiten zur Kommunikation, Zugang zu Internet und WLAN. So wurde von ihm noch im Juli in Gemünd (Eifel) ein WLAN-Netzwerk auf Basis unserer Systemkomponenten für Helfer kostenfrei implementiert, was die Organisation und Kommunikation zwischen den Helfergruppen und nach außen erheblich erleichterte.

Neben Wohnhäusern und Geschäften wurden auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen von den Wassermassen nicht verschont. Diese sind mittlerweile teilweise als Containerstädte wieder errichtet oder in anderen Gebäuden notdürftig untergebracht. Ein Beispiel ist die Freiherr von Böselager-Realschule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Um überhaupt einen „normalen“ Schulalltag zu ermöglichen, kümmerte er sich darum, WLAN und weitere Technologien ebenfalls in den Containern zur Verfügung zu stellen. Besonders herausfordernd dabei: In Containern ist es bisweilen schwierig, eine stabile WLAN-Abdeckung zu gewährleisten – Thema „faradayscher Käfig“. Im Prinzip müssen in jedem einzelnen abgetrennten Bereich Access Points (AP´s) angebracht werden.

So sind allein an dieser Schule mehr als 25 AP´s erforderlich, um alle Räume abzudecken. Ähnlich sieht es in der Containerschule des Are-Gymnasiums, dem Peter-Joerres-Gymnasium (PJG) und den Notgebäuden der Berufsbildendenden Schule (BBS) aus. Gemeinsam mit der Kreisverwaltung Ahrweiler plante Andreas Richter die Netzwerkinfrastruktur, die dann anschließend implementiert wurde bzw. derzeit noch implementiert wird. Das alles in unzähligen Stunden seiner Freizeit.

Damit auch alles wie geplant funktioniert und die Implementierung vor Ort möglichst reibungslos verlaufen kann, wurde das Wohnzimmer kurzerhand zum Testlabor. Sämtliche Access Points, Switche und andere Komponenten wurden hier getestet, vorkonfiguriert und in ExtremeCloud IQ eingebunden. Letzteres ermöglicht den Zugriff auf die Netzwerke, um möglichst schnell, wenn nötig, Troubleshooting betreiben zu können.

 

Spende statt Weihnachtsgeschenken bei Extreme Networks

Hilfsprojekte – auch in anderen Regionen – benötigen gerade in solch schweren Zeiten viel Unterstützung. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr dazu entschieden, statt Weihnachtsgeschenken für unsere Belegschaft das dafür vorgesehene Budget zu spenden. Von dem Geld wurden z.B.: Beamer, Drucker und Experimentierkästen für den naturwissenschaftlichen Unterricht gekauft und an oben genannte und weitere Schulen im Ahrtal persönlich übergeben. Wir wissen: Auch das ist nur ein kleiner Beitrag zum großen Ganzen. Aber er kommt von Herzen. Und wo wir auf Kleinigkeiten verzichten, können andernorts Menschen in großem Ausmaß davon profitieren.  

 

Übrigens: Jede und jeder von uns kann weiterhin helfen und die Menschen vor Ort unterstützen. Beispielsweise über die Webseite „AhrHelp“, die Hilfesuchende und -anbietende zusammenbringt, und weitere Organisationen und Gruppierungen.

Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage. Bleiben Sie gesund und starten Sie gut ins neue Jahr. Möge es mehr Positives für uns alle bereithalten als das vergangene.