Aufbruch in eine neue Zeit? Die neue Normalität als Chance

Andreas Livert Veröffentlicht 25. November 2020

Alle Welt spricht von „New Normal“ oder der „Neuen Normalität“ – in Wirtschaft, Politik, Gesellschaftsfragen, aber auch im persönlichen Alltag kommt man nicht daran vorbei. Die Corona-Krise löst Debatten und Diskussionen aus, wie die gesundheitliche – aber auch wirtschaftliche – Krise die Gesellschaft verändert. Die neue Normalität – was ist das eigentlich? Genügt es, Social Distancing zu praktizieren, die Maskenpflicht einzuhalten und sich die Corona-Warn-App herunterzuladen? (Was wir übrigens alle tun sollten!)

Während neue Regelungen und deren Änderungen unseren persönlichen Alltag prägen, hat sich auch die Arbeitswelt verändert. Viele Arbeitnehmer haben sich im Homeoffice eingerichtet und streben laut Studien auch in Zukunft flexiblere Arbeitsmodelle an. Gleichzeitig überlegen Unternehmen, ob, wie und wann sie zu etablierte Arbeitsweisen zurückkehren sollten. Aufgrund der unterschiedlichen  Erfordernisse und Wünsche seitens der Mitarbeiter und der Verantwortlichen im Unternehmen sowie durch die Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Zeit des Corona-bedingten Lockdown, stellt sich gerade das als eine große Aufgabe mit unzähligen neuen Herausforderungen heraus. Dennoch – es herrscht eine gewisse Aufbruchstimmung.

Die digitale Transformation ist der Schlüssel

Seit vielen Jahren ist klar, dass die digitale Transformation ein wesentlicher Wegbereiter für zukünftige Arbeitsmodelle, ja ganze Gesellschaften, ist. Die jüngsten globalen Ereignisse haben die Notwendigkeit für jedes Unternehmen drastisch erhöht, innovative, transformative Technologien einzuführen. Dabei bleiben Agilität, Flexibilität und Sicherheit wichtige Kernpunkte. Der entscheidende Faktor dafür, wie schnell, umfassend und sicher Mitarbeiter – und Geräte, die sie nutzen – arbeiten können und damit ein Unternehmen sein volles Potential – jetzt und in Zukunft – nutzen kann, ist das Netzwerk. Genauer: eine cloudbasierte Netzwerkinfrastruktur trägt dazu umfassend bei.

Cloudbasierte Netzwerke bieten sicheren Zugriff von überall, ohne die Einrichtung und Nutzung von VPN. Dies hat enorme Vorteile für das Remote-Arbeiten von jedem Ort der Welt aus und ermöglicht somit auch unkompliziert das Homeoffice für die Mitarbeiter. Unternehmen sahen sich zu Beginn des Jahres damit konfrontiert, ihre Mitarbeiter sicher und schnell remote zu verbinden und diese Zugänge zu verwalten. Mit einem cloudbasierten Netzwerk kann dem mit Leichtigkeit begegnet werden.

Tägliche Videocalls, große Mengen neue eingebundener Geräte im Homeoffice, die eine Verbindung zum Netzwerk herstellen, und die Notwendigkeit, große Datenmengen abzurufen, haben sich in den letzten Wochen und Monaten stark auf die Netzwerkleistung ausgewirkt. Dies führte so weit, dass beispielsweise sogar Netflix die Bit-Rate beim Streaming zeitweise drosselte, um mehr Bandbreite für andere Dienste freizugeben.

Viele Unternehmen – gerade im deutschsprachigen Raum – besitzen noch keine cloudbasierte Netzwerkinfrastruktur. Sie verfügten meist bereits über eine Art Remote-Unterstützung, die aber kaum dafür ausgelegt ist, mitunter die gesamte Belegschaft ins Homeoffice zu verlagern. Hier mussten schnelle, unkomplizierte Lösungen gefunden werden.

 

Ein zukunftsfähiges Netzwerk aus der Cloud

Die Netzwerkinfrastruktur ist heutzutage essenziell – die Netzwerke „arbeiten“ allerdings hinter den Kulissen und ihr Wert für das Unternehmen ist möglicherweise für viele nicht offensichtlich. Entscheidungsträger berücksichtigen sie oft nicht genügend, wenn sie ihre Strategien zur digitalen Transformation planen. Im schlimmsten Fall müssen sich Unternehmen dann veraltete Netzwerke verlassen, die mit dem erhöhtem Datenverkehr nicht zurechtkommen, die neuesten technischen Integrationen nicht unterstützen und im Allgemeinen schlechte Konnektivität bieten.

Dazu kommt, dass flexibles Arbeiten zur Norm wird. IoT-Geräte werden verstärkt genutzt – schon heute wird davon ausgegangen, dass mehr als 10 Milliarden Geräte im Einsatz sind und jede Sekunde werden 127 neue angeschlossen. Moderne Netzwerke müssen in der Lage sein, Remote-Arbeitsumgebungen zu unterstützen. Standortübergreifend ermöglichen cloudbasierte Netzwerke – sicher und zuverlässig –ein flexibles und einfaches Netzwerkmanagement aller Netzwerkkomponenten. Damit gehört dem Cloud Networking definitiv die Zukunft.

Die Vorteile der cloudbasierten Netzwerke liegen auf der Hand und wurden schon oft erörtert. Dazu gehören ressourcenschonende Implementierung, Verwaltung und Wartung, Skalierbarkeit und einfache Integration von neuen Geräten, hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit – all dies, um den steigenden Anforderungen moderner Unternehmen gerecht zu werden. Zudem werden durch die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) neue Potenziale deutlich.

 

 

Neue Normalität – auch im Netzwerk

Die neue Normalität wird auch weiterhin immer weiterwachsende Ansprüche an die Konnektivität stellen und erfordert daher ein noch ausgefeilteres, zentrales Management der IT-Hardware, Sicherheit und sämtlicher Dienstleistungen in Unternehmen. Aber nicht nur das und das vereinfachte Onboarding neuer Geräte steht nun im Vordergrund. In Zeiten, in denen Social Distancing immer noch geboten ist und Kontaktketten zur Pandemie-Bekämpfung identifiziert werden müssen, spielen auch das Belegungsmanagement, digitale Beschilderung von Konferenzräumen und automatische Benachrichtigungen bei Kontakt zu einem Erkrankten eine wichtige Rolle. Auch diesen Aspekten kann mit einem cloudbasierten Netzwerk Rechnung getragen werden.

So ist die neue Normalität gerade hierzulande, wo man in Bezug auf Cloudlösungen zurückhaltend ist, eine Chance, neue Wege zu gehen und Strukturen zu überdenken. Das gilt für die Entscheider in Unternehmen, wie auch für jeden einzelnen von uns.